WO IST DEIN PLATZ?


DIE MAXVORSTADT. Ein Stadtplan, gestaltet von Kindern zum
Projekt »Wo ist Dein Platz?«, in Kooperation mit dem Spielhaus
Sophienstraße, München, 2002.

Ein Beispiel kreativer Stadtraum-Erfahrung und die Vermittlung nachhaltiger Mobilität


Das Spielhaus Sophienstraße ist eine zentral in der Maxvorstadt gelegene Institution des Kreisjugendrings München-Stadt. Das Spielhaus ist Anlaufstelle für Kinder von sechs bis zwölf Jahren; es kann unverbindlich und kostenlos besucht werden. Neben einem allgemeinen Spielangebot finden Kurse verschiedener Ausrichtung, Ferienfahrten und Kooperationen mit Schulen statt.

In den Sommermonaten 2001, 2002 und für eine Aktion im Juli 2004 verlagerte das Spielhaus seinen Einsatzort direkt in die Öffentlichkeit. An festgelegten Tagen war die Tür vom Spielhaus geschlossen, der Weg in das Stadtviertel hingegen geöffnet: Jeweils von Mai bis Oktober machten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit den Kindern dazu auf, ausgewählte öffentliche Plätze in der Maxvorstadt als ihren Spielort anzusehen: Diese Plätze wurden im Konvoi mit zu Tieren umgestalteten Fahrrädern angefahren und bespielt. Alles, was unterwegs und für den Nachmittag nötig war, konnte mit dem eigenen Fahrrad transportiert werden. Mit kreativen Methoden wurde der jeweilige Ort – ob gepflastert oder bepflanzt – zum temporär ereignisreichen Spielort umgestaltet und konnte somit durch die Kinder auf einfache Weise angeeignet werden.

Die selbständig zurückgelegten Wege vermittelten ein Gespür für Orientierung, städtischen Raum und seine Wege in Bezug auf eine unabhängige Mobilität. Zum jeweiligen Saisonende haben das Spielhaus und die Kinder mit einer öffentlichen Aktion und Ausstellung auf sich und ihre temporären Spielorte aufmerksam gemacht.

Für eine ausführliche Projektdokumentation ist die Broschüre »Wo ist dein Platz?« über das Spielhaus Sophienstraße erhältlich.

WO IST DEIN PLATZ? Partizipatorisches Kunstprojekt im öffentlichen
Raum, in Kooperation mit dem Spielhaus Sophienstraße, München, 2001.